der arbeitsmarkt | 02.09.2010 | Text: Andreas Affolter

Blitzlicht

Peter Brügger, 52, Bauernsekretär, Solothurn

Blitzlicht
Foto: Andreas Affolter

Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?

Ich startete gut in den Tag. Obwohl ich diese Woche schon viele Abendveranstaltungen besucht habe, fühle ich mich erstaunlich fit. Mein Tag verspricht spannend zu werden. So stehen Beratungsgespräche und politische Themen auf dem Programm.

Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?

Was ich nicht mag, ist Routine. Seit 25 Jahren predige ich zum Teil das Gleiche. Zu meinen Aufgaben gehört es, die Agrarpolitik für die Bauern zu übersetzen. Da muss ich manchmal auch negative Botschaften überbringen.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Er ist ausgesprochen vielseitig. Ich arbeite gerne mit unterschiedlichen Leuten zusammen. Ich berate einzelne Bauern, verhandle mit Anwälten, Politikern, Amtsstellen. Auch das Coachen der Mitarbeitenden ist immer wieder eine interessante Herausforderung.

Hätten Sie gerne mehr Freizeit?

Ich schaue schon, dass ich mit einem 120-Prozent-Pensum durchkomme. Wenn möglich möchte ich nicht mehr als drei Abendeinsätze haben - meistens gelingt es.

Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?

Die kollektive depressive Stimmung schlägt auch auf die Bauern durch. Aber man darf sich nicht anstecken lassen: Ich versuche, nicht zu jammern. Kriselt die Wirtschaft, nimmt das Verständnis für die  schwierige Situation der Landwirtschaft erfahrungsgemäss ab.

 
 
 

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