der arbeitsmarkt | 31.08.2010 | Text: Olaf Kühne
Phil von Känel, Bodybuilding-Profi und Fitness-Trainer, Winterthur
Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Meine hauptsächliche Arbeit als Profisportler ist mein tägliches Training. Als ich heute früh dorthin fuhr, war ich total müde, weil es gestern wieder mal spät wurde. Ich musste mich richtig zwingen, alles zu geben. Danach ging es aber ganz gut.
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Dass Sportler in der Schweiz so wenig Unterstützung erhalten. So muss ich die Kosten für die Reisen zu meinen Wettkämpfen, für die Unterkunft dort, einfach für alles, immer aus eigener Tasche bezahlen.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Das Gefühl, auf der Bühne zu stehen. Ich lerne viele neue Leute und Länder kennen. Ich liebe es, zu reisen und neue Erfahrungen zu sammeln. Meiner Meinung nach gibt es nichts, was mehr zur Allgemeinbildung beiträgt, als verschiedene Länder zu bereisen und andere Kulturen zu erleben.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Natürlich, wer hätte das nicht?
Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?
Sponsoren, das sind in meinem Sport vor allem amerikanische Firmen, sind weniger bereit, Geld für Flugtickets oder Hotelunterkünfte zu bezahlen. Während sie früher Athleten aus aller Welt einflogen, nehmen sie seit der Krise lieber jemanden aus ihrer Region für Werbeaufträge oder Fotoshootings. Das ist schade!