der arbeitsmarkt | 19.08.2010 | Text: Daniel Gertsch
Ursula Preisig, 55, Leiterin Projektwerkstätten und Mitglied der
Geschäftsleitung Fachverein Arbeit und Umwelt FAU.
Wie war Ihre Stimmung als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Ich war ganz atemlos. Wissen Sie, gestern hatte ich mir im Zug meinen heutigen
Tag vorgenommen und festgestellt, dass er mich gänzlich fordern würde. Nun ist es
der heutige Tag und mir ist etwas elend zumute.
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Ich bin ja beim FAU Bereichsleiterin Projektwerkstätten und betreue Projektcoaches
an vier verschiedenen Standorten in der Schweiz. Dabei bin ich also dauernd auf
Reisen und angewiesen auf einen klaren Informationsfluss. Funktioniert dieser
nicht, geht das mir arg gegen den Strich.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Mein Job ist äusserst abwechslungsreich. Zusätzlich geniesse ich die Mobilität, das
dauernde Unterwegssein. Da ich mit vielen spannenden Menschen zu tun habe,
geniesse ich auch diese.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Eigentlich schon. Andererseits würde ich auch gerne mehr arbeiten. Kurz, am
liebsten hätte ich, dass der Tag mehr Stunden hätte, mit mehr Arbeit und mehr
Freizeit.
Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?
Privat betrifft sie mich nicht. Beruflich erwarten wir eine grosse Auslastung unserer
Angebote auf dem zweiten Arbeitsmarkt.