Donnerstag, 26.01.2012

Bundesrat will Lohnsystem beibehalten

Bern (sda) Der Bundesrat will das Lohnsystem in der Bundesverwaltung nicht weiter flexibilisieren. Er empfiehlt eine Motion der nationalrätlichen Finanzkommission zur Ablehnung, welche für Lohnerhöhungen grössere Flexibilität fordert.

Die Kommission fordert, dass den Vorgesetzten bei der Gewährung von Lohnerhöhungen in den Beurteilungsstufen 2 bis 4 mehr Spielraum gewährt wird.

Konkret sollen Bundesangestellte der Beurteilungsstufe 2 ("Ziele weitgehend erreicht") nicht grundsätzlich von einer Lohnerhöhung von ein bis zwei Prozent profitieren. Gleichzeitig soll Angestellten der Kategorie 4 mit überdurchschnittlichen Leistungen auch eine Lohnerhöhung von mehr als fünf Prozent gewährt werden können.

Für den Bundesrat würde ein solcher Schritt das "austarierte Gesamtsystem" aus dem Lot bringen, wie er in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Kommissionsmotion schreibt.

Das System mit den vier Beurteilungsstufen gewähre den Führungskräften bereits einen grossen Spielraum bei der Honorierung der Arbeitsergebnisse. Das Zusammenspiel von Anfangslohn, flexibler Lohnentwicklung und Leistungsprämie biete vielfältige Möglichkeiten für massgeschneiderte und situationsgerechte Lösungen.

Gleichzeitig bleibe das System aber für die Führungskräfte und Mitarbeitenden nachvollziehbar. Eine völlige Flexibilisierung der Lohnentwicklung wäre für eine öffentliche Verwaltung

 
 
 

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