Dienstag, 07.09.2010

OECD: mehr Effizienz bei Bildungsausgaben

Berlin/Paris (sda/dpa) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat angesichts knapper öffentlicher Kassen mehr Effizienz bei den Bildungsausgaben angemahnt. Das Bildungswesen müsse entsprechend
modifiziert werden.

Der Zusammenschluss der Industrieländer legte am Dienstag in mehreren Hauptstädten seinen neuen Bericht "Bildung auf einen Blick" vor. Die OECD zieht auf über 500 Seiten eine vergleichende Bilanz für Vorschulerziehung, Schulen und Hochschulen, Berufsbildung sowie Weiterbildung.

OECD-Generalsekretär Angel Gurrìa schrieb im Vorwort zum Bericht, die Bildungssysteme müssten "effektiv und effizient" auf die sich schnell verändernde Nachfrage der Arbeitsmärkte reagieren. Die Länder müssten neue Wege finden, "um sicherzustellen, dass sich die Verwendung der Mittel im Bildungsbereich besser auszahlt".

Die Tatsache, dass die signifikante Steigerung der Ausgaben pro Schüler oder Student in den letzten zehn Jahren in vielen Ländern nicht mit Verbesserungen der Lernerfolge einhergehe, gebe Anlass zur Sorge, meinte Gurría. Das Bildungswesen müsse die Ressourcen effizienter einsetzen.

Investition für die Zukunft


Zugleich betonte der OECD-Generalsekretär die Bedeutung einer guten Bildung für die Volkswirtschaft der Industrieländer. Diese Ausgaben seien "Investitionen in die Zukunft".

So zahlten sich Bildungsausgaben später in höheren Steuerzahlungen der Beschäftigten aus. Bildung trage auch dazu bei, dass Menschen länger erwerbstätig seien. Zugleich verbessere eine gute Ausbildung die Beschäftigungschancen.

Gurría hob hervor, dass die steigende Zahl der Hochschul- und Fachhochschul-Absolventen (Tertiärbereich) vom Arbeitsmarkt der Industrieländer gebraucht werde. Wie 2003 hätten auch 2007 in den OECD-Ländern knapp 75 Prozent der Absolventen in den ersten Jahren einen qualifizierten Arbeitsplatz gefunden.

Ein Problem sei die Weiterbildung der Beschäftigten. Gerade bei Niedrigqualifizierten, die eine solche Fortbildung am dringendsten benötigten, sei die Wahrscheinlichkeit, davon zu profitieren, am geringsten.

 
 
 

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