Donnerstag, 15.07.2010
Zürich (sda) Keine Pause und zu lange Arbeitszeiten - und dies alles in glühender Hitze: Die Gewerkschaft Unia erhebt happige Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter, welche zurzeit die Zürcher Hardbrücke
sanieren.
Um den engen Zeitplan einzuhalten, müssten die Arbeiter mehr als 52 Stunden pro Woche Einsatz leisten, schreibt die Unia in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Gesamtarbeitsvertrag erlaube maximal 45 Stunden. Zudem sei die 9-Uhr-Pause gestrichen worden. Betroffen seien über 50 Bauarbeiter.
Die Baustelle bei der Hardbrücke ist voll der Sonne ausgesetzt. Am Mittwoch mass die Unia laut Mitteilung Temperaturen von 49 Grad. Sie fordert von der Stadt den «sofortigen Stopp dieses Wahnsinns». Die GAV-Höchstarbeitszeit müsse eingehalten und die üblichen Pausen gewährt werden.
Darüber hinaus seien umgehend Sonnen-Schutzmassnahmen wie Überdachungen einzurichten. Es gehe nicht an, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Arbeiter die Sanierung voranzutreiben.
Das Tiefbauamt will den Fall untersuchen, wie Evelyne Richiger, Projektleiterin beim Tiefbauamt, auf Anfrage sagte. Die Stadt Zürich habe grosses Interesse, dass der Gesamtarbeitsvertrag eingehalten werde.