Mittwoch, 13.01 2010
Weinfelden TG (sda) Trotz Wirtschaftskrise rechnet der Thurgauer Grosse Rat nicht mit einem Lehrstellenmangel. Er lehnte deshalb am Mittwoch mit 90 zu 24 die Schaffung eines kantonalen Berufsbildungsfonds ab.
Die Einrichtung eines solchen Fonds zur Unterstützung ausbildender Betriebe hatten die SP-Ratsmitglieder Susanne Oberholzer und Walter Hungentobler mit einer Motion gefordert.
In der Diskussion standen die SP und ein Teil der Grünen als Fonds-Befürworter aber alleine. Alle anderen Parteien konnten einem solchen Fonds nichts abgewinnen.
Die Befürworter versprachen sich von der Einrichtung eines Fonds Unterstützung für jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. Sie führten die bestehenden Fonds in anderen Kantonen als Beispiel an, dass eine solche Einrichtung auch ohne grosse Bürokratie möglich sei.
Auch könne man einen Beitrag von maximal einem Promille der Lohnsumme nicht als "Strafabgabe" bezeichnen. Anders sahen das die bürgerlichen Parteien.